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Reformationsfest - 31.10.2012 - auf Lauenstein

Reformationstagsfeier auf DEM Schloss Lauenstein   31.10.2012   IM Osterzgebirge

40.000 Besucher hatte das diesjährige Fest zum Reformationstag, - nein, nicht in Lauenstein, - diesen derartig großen Andrang konnte die Lutherstadt Wittenberg verzeichnen, - hier in L. waren es bedeutend weniger, die des großen Reformators und der von ihm begründeten evangelisch- christlichen Religionsrichtung gedachten. Dieses Fest auf Lauenstein gibt es nur aller zwei Jahre und wir glauben uns zu erinnern, dass vor zwei Jahren mehr Zuspruch als heuer war (das Wetter?). Egal, wir waren jedenfalls wieder als barocker Hofstaat da, denn die Einladung der Schlossherrin Frau Gabriele GELBRICH: „Dann sehen wir uns doch hoffentlich beim nächsten Reformationsfest wieder hier.“ klang uns seit dem letzten Mal in den Ohren.

Da war es schon verwunderlich, lediglich mit dem Hinweis, auf diesmal unerwünschtes Parken im Schlosshof, begrüßt wurden zu sein. Dass wir Falschparker waren, sollte fast der einzige Unterschied zur letzten Reformationsfestfeier bleiben. Die Renaissancetänzer aus Torgau, - mit unseren Freunden Johanna und Frank ROLLE waren wieder im Vogelsaal im Einsatz, es gab im Schlossareal und auf dem Markt wieder einige Buden der Handwerker und Händler und Spiele, wie z. B. das >Tintenfasswerfen<, so wie einst Junker Jörg es auf der Wartburg an die Wand geworfen haben soll, weil er bei seiner Bibelübersetzung zeitweilig glaubte, der Teufel führe ihm die Hand… Vom Talent geführt ist hingegen die Hand des Hofmalers (Harald NIKOLEIT), den wir im Erdgeschoss, wo er seine Staffelei aufgeschlagen hatte und seiner Portraitkunst frönte (Gräfin v. Zethau sehr gut getroffen) als guten Bekannten begrüßen konnten.  

Immer ansehenswert bleibt das Schloss, auch bei wiederholten Besuchen, und der wunderbar gearbeitete Altar in der Kirche St. Marien & Laurentin, diesmal mit der Lebendigkeit des Kinderfestes geschmückt, ist für uns auch stets ein besonderer Anziehungspunkt.

Aber, - Doctorus Martinus Lutherus mag es uns verzeihen, die größere Anziehungskraft hatte für den Dresdner Hofstaat die Bäckerei U. RICHTER am Markt, - oder besser gesagt, die Richtersche vorzüglich mundende Eierschecke!!! Hier hatte man uns schon erwartet, denn unsere damalige Zusage: „Zum nächsten Reformationsfest auf Lauenstein freuen wir uns schon auf een Täschen Heeßen und een Stickel Eierschägge!“ war nun wiederum den Bäckerleuten im Ohr geblieben. Und was sollten wir, nachdem wir alle – Werner POHLE (Kurfürst), Renate AL ATRASH, Elke METZNER, Veronika JACOB, Regina SCHWABE, Christine BARTEL, Gerd JACOB, Wolfgang PETZOLDT Siegfried SCHURA, Frank WEISE und Bernd SCHWABE -  im Personalpausenraum eingeschachtelt waren, anderes sagen als: „Liebe Richters, Euer Guchen war wieder sähre lägger, - nu wahr!?“ Und nicht nur Kaffee und Kuchen waren das, denn der Oberoligarch der Bäckerfamilie Opa RICHTER brachte noch eine Flasche leckeren >Lauensteiner Vogelbeeren< – Schnaps auf den Tisch, der uns aufheizte und zu fröhlichem (Mit-)Gesange beflügelte. Die Hofsängerin hatte angestimmt und selbst die Backmamsellen kamen zu uns hereingeguckt und stimmten mit (uns) ein. Wir erfuhren hier wieder so eine herzliche Aufnahme, dass wir bei der Verabschiedung, gern die Einladung zum Besuch der „Eierscheckenbäckerei“ RICHTER zum Fest des Reformationstages 2014 mit auf den Weg nahmen.

Der führte uns zunächst noch zum Markttreiben und in die Kirche und dann, - es wurde doch etwas frisch, - immerhin war hier oben im Müglitztal der Winter noch ziemlich präsent, zu unseren Chaisen. So ging es vom winterlichen Weiß des Osterzgebirges, vorbei am wintersonnig angestrahlten Schloss Weesenstein gen herbstliche Heimat zurück nach Dresden. Wir hatten einen netten Nachmittag an diesem UNSEREM Feiertag im Mutterland des Protestantismus – wie gut, dass es den Reformator gab. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 02. 11. 2012)

 



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