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Flanieren in den Goldenen Herbst am 14. 10. 2012

Wir flanierten am 14. Oktober in den Goldenen Herbst……………………

Es war in der Woche davor, - die Eheleute Schwabe saßen beim Frühstück, - der Kaffee war ausreichend stark  und für olle Schwabe sieße genuch, die Frühstückseier waren auch so weich wie sie sein sollten und das Wetter draußen war annehmbar, da hatte SIE den spontanen Einfall: „Weißt Du was, wir könnten doch kommenden Sonntag, wenn das Wetter einigermaßen hält, in der Stadt flanieren gehen. Was meinst Du dazu?" Volles Einverständnis! Da es in der Gruppe viel mehr Spaß macht, hing Regina an der Strippe und Bernd verschickte Einladungen per Mail. Nicht vergebens sei vorangestellt bemerkt, obwohl es zunächst an unserem altbekannten Treffpunkt beim „Schießhaus“ gar nicht so tolle mit der Anwesenheit aussah. Aber mit der Zeit, - wir waren schon auf dem Weg, kamen „Bosens“ dazu, die liebe Ina hetzte hinter uns her und mittig in der Strecke streckten uns ROLLEs ihre Hände zum Gruße entgegen. Besonders freute uns, dass sich unser Kurfürst (Werner POHLE) und der Zar aller Reussen Peter I. (Reinhardt LAUTERBACH) die Ehre gaben.

So ging es in froher Stimmung voran. Das Laub der Bäume hatte teilweise schon prächtige Herbstfärbung angenommen und die Leute, denen wir auf unserem Rundgang begegneten, waren in ebensolcher prächtigen Laune, was wir auch von uns sagen konnten. Im Zwinger wurde wieder überwiegend russisch, japanisch und was weiß ich noch, gesprochen. Um uns herum klickten die Kameras und mache Schöne oder auch weniger Schöne hakte uns für das Erinnerungsfoto unter. An der Treppe zur Langgalerie (Sempers Gemäldegalerie) gab es den obligaten Fotostopp und dann ging es an der (bisherigen) Rüstkammer vorbei zum Theaterplatz.

Hier trafen wir auf eine größere Gruppe afrikanischer Touristen, die sich sehr über das Zusammentreffen mit uns gefreut haben. Da wurde nicht nur untergehakt, da wurde herzlich umarmt. Aus dem fernen Senegal hat sie eine Studienreise nach Dresden und seinen Sehenswürdigkeiten geführt. Mann, waren die freudig überrascht, hier Leute zu treffen, die aussahen, wie gerade eben aus der Zeit August des Starken in das Heute transportiert. Wir bemerkten, dass sich diese Herren mit dieser „unserer“ Zeit beschäftigt hatten und bei Werner POHLE richtig tippten, dass es er der Kurfürst von Sachsen sei. Wir konnten uns dann doch noch von den netten Afrikanern losreißen und unseren Weg über die Brühlsche Terrasse zum Hasenberg fortsetzen.

Vorher gab es auch hier, gewohnheitsgemäß, einen Stopp für die Knipser, die uns nun, nach dem Eintreffen der letzten Nachzügler, vollzählig vor der Linse hatten. Es brauchte seine Zeit, ehe wir am Hasenberg, die Brunnentreppe für ein Gruppenfoto aller unserer 15 Flanierteilnehmer erreichten

Dann ging es im Brühlschen Garten zurück und immer der Nase nach (Zitronengras, Koriander, Kokosmilch und was so an asiatisch- exotischen Gerüchen in der Luft liegen kann) bis zum Restaurant WOK, wo es den Durst zu stillen galt und eine der köstlichen Suppen zu probieren war. Dabei unterhielten uns ein Donkosak mit „Kalinka“ und nachfolgend ein junger Musikant mit nachgesungenen ohrwürmigen Welthits.

Doch bald ging es weiter  Richtung Steinerne Glocke zum Neumarkt. Unsere sächsische Majestät verließ uns nun, um seine Kräfte an der Kletterwand weiter zu stärken. Doch auch der Zar aller Reussen, Peter der Große, führte uns gut zum Kronentor zurück, - war er doch öfters einmal in der  sächsischen Residenz zu Gast. Hier wohnte er nicht unbedingt als Augusts Gast im Schloss, sondern auch schon mal bei Melchior DINGLINGER, dem begnadeten Goldschmied. Wir  aber kannten unser festes Zuhause, wohin es uns nun zog. Dieser spontane Ausflug machte wieder Spaß und wir freuen uns schon auf das Winterflanieren am 10. November. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 15.10.12)

 



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