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Der Alte Dessauer gibt ein Fest

 

(Das Leopoldsfest und das Publikum in Dessau erhalten **** -Beide waren KLASSE!)

Fürst Leopold lud ein und gab ein begeisterndes Fest
Schon das 5. Leopoldsfest konnte am Wochenende vom 04.-06.07.08 in Dessau stattfinden und diesmal für die zahlreichen Biwakteilnehmer an günstigerem Ort im Stadtpark.
Das kurzzeitige „Annektieren" dieses, ansonsten recht multikulturell genutzten, Areals durch die Traditionsfreunde, führte im Vorfeld zu einer Demo derer, die sonst auf dem dortigen Rasen lagern. Auch wir waren Gäste in Dessau und unser Auftreten erzeugte nicht Befremden sondern begeisterte Aufnahme.
Viel, ja sehr viele interessierte Dessauer/Rosslauer kamen in den Park und besichtigten unser Lager, stellten ihre Fragen und freuten sich mit uns über das gelungene Fest.
Besonders beim Festumzug am Sonntag spürten wir die Anteilnahme der Dessauer. So viel Begeisterung hatten wir nicht erwartet und spätestens dann stand für uns fest, dass das nächste Leopoldsfest uns wieder in den Mauern der Stadt sehen wird.
Schon die Eröffnung in der St. Marienkirche am Freitagabend hatte etwas Erhebendes und Feierliches an sich. Fürst Leopold bat seinen Gast den sächsischen Kurfürsten und König in Polen Friedrich August auf die Bühne und neben viel Kultur konnten die edlen Herrschaften auch die Verleihung der Schützenketten, Plaketten und Ehrengeschenke für die Schützenkönigin und den Schützenkönig des letzten Jahres verfolgen.
Am Sonnabend rüstete der Großteil der hochedlen Hofgesellschaft zum Aufbruch nach Schloss Mosigkau, welches uns durch einen hervorragenden Gästeführer fachkundig erklärt wurde.
Im Verlaufe des Sonnabend konnten wir wieder einmal die Potsdamer Tanzgruppe >>les danseurs de Sans,Souci<< erleben, was trotz der Hitze im Kirchenschiff ein Genuss für uns Zuschauer war - ob aber auch für die Akteure in ihren schweren Roben und unter dichter Perücke? Die sächsische Hofsängerin tat den Tänzern um Mike SPRINGER die Ehre an und lockerte deren Darbietungen, gemeinsam mit Gräfin von Königsmarck, mit mehreren Barockliedern auf. Der Beifall für Tänzer und Sängerinnen war in der voll besetzten Konzertkirche sehr anhaltend. Hier wurde neben der künstlerischen Leistung sicher auch der Kampf gegen den Hitzschlag honoriert.
Danach wurden wir Hochedlen in den Hof des Rathauses zur Kaffeetafel gebeten, was wir im Erhoffen auf ein schattiges Plätzchen und leckere Confiserien auch sehr gern annahmen. Letzteres traf auch zu und beinahe hätte der Planet weitere Opfer gefunden - unsere Gräfin hatte es während des Wochenendes schon einige Zeit danieder gestreckt ...
Am Abend der Zapfenstreich war ein weiterer Höhepunkt dieses schönen Wochenendes und Dessaus Bürger waren bis spät in der Nacht mit von der Partie. Alle Achtung, liebe Dessauer!
Auch der Darsteller des Fürsten Leopold muss noch lobend erwähnt werden. Besser kann der Alte Dessauer wohl nicht dargestellt werden. Das ist gelebte Traditionspflege.
Wir fühlten uns auch im Gefolge der Fürstin und deren Töchter sehr wohl, was sich insgesamt auf das ganze Dessauer Stadtfest übertragen lässt.
Etwas stimmte uns aber traurig. Wir hatten uns so auf das Wiedersehen mit unseren Freunden von der Traditionsgruppe >>Friedericus Rex<< aus Düren gefreut, aber viel mehr als zu einer Begrüßung kam es leider nicht. Die Herren Obristen wurden halt zu sehr von ihrem Fürsten und Kriegsherren in Beschlag belegt. Aber da gibt es bestimmt bald wieder eine Möglichkeit zur Vertiefung freundschaftlicher Gefühle.
Im Herbst, wenn wir unseren Jahresplan für 2009 aufstellen, werden wir den Termin des 6. Leopoldfestes unbedingt mit aufnehmen und fett unterstreichen. Dann werden wohl hoffentlich alle gemeldeten sächsischen Edelleute aus der Sachsenresidenz der Einladung des Alten Dessauers folgen und sich von der Begeisterung der Dessauer/Rosslauer anstecken lassen. B.S.

 



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