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Flanieren zum Frühlingserwachen am 25.03.2012

Flanieren in den Frühling (Sonntag 25. März 2012)

Donnerstagabend, das Telefon klingelt und unsere liebe „Bosin“  ist am anderen Ende und meint, dass ihr bei dem schönen Wetter doch der Lenz ganz gehörig an der Nase gekitzelt und damit eine unbändige Lust auf ein Flanieren zum Frühlingserwachen gemacht hat.  Da sollten wir doch den Sonntag nutzen und auf Tour durch unser historisches Dresden gehen. Christine legte den Hörer nicht aus der Hand und gab noch anderen AKB’ern ihr Frühlingsverlangen kund, so dass  sich am späten Sonntagmittag 14 unentwegte Robenträger am >>Historischen Gasthaus „Zum Schießhaus“ << trafen und in diesen herrlich sonnigen Sonntagnachmittag starteten. Ganz besonders haben wir uns gefreut, dass uns auch der Darsteller August des Starken, unser Freund Tilo MEIßNER , trotz gerade erst beendeten wiederholtem Krankenhausaufenthaltes, am „Schießhaus“ erwartete und unsere illustre Hofgesellschaft, flankiert vom Stadthalter Egon Anton Fürst von Fürstenbern ( Werner POHLE) und dem Kämmerer (Bernd SCHWABE), anführte und dorthin entführte, wo Dresden am schönsten ist. Im Schlepptau Ina HIRCHE, Elke METZNER, das Dreigestirn Kerstin DANIEL, Sonja BADENSCHNEIDER und Petra TREPPTE, Johanna und Frank ROLLE, die Frau mit dem klugen Gedanken Christine BARTEL, Wolfgang PETZOLDT, Günter THOMAS und Siegfried SCHURA, zogen wir in den Zwinger ein und, wie zu erwarten bei solchem herrlichen Mützenwetter, klickten die Kameraverschlüsse und kleine Menschen mit Mandelaugen hängten sich mehr oder weniger ungeniert beim sächsischen Hochadel ein und so werden wir wohl im fernen Nippon von deutscher Traditionspflege künden…

Da unser lieber Tilo sehr kuriert zu Gange war, querten wir den Zwingergarten ganz ungewöhnlich schnell und erst auf dem Theaterplatz gab es den nächsten Fotostopp. Es ist immer wieder vergnüglich anzusehen, mit was für Freude und Anhänglichkeit sich die Touristen uns als Fotostaffage bedienen.  Die Treppe der Tageszeiten zur Brühlschen Terrasse hinan, konnten wir das ameisenhafte Gewusel auf den gegenüberliegenden Elbwiesen beobachten und schier glauben, dass sich dort die halbe Neustadt aufhält. Das herrliche Sonnenwetter verlockte halt nicht nur uns. Zunehmend schritten wir mit musikalischer Untermalung dahin, die mit jedem Schritt näher kam und lauter wurde. Am Fuße des Hasenberges erfreute ein junger Pianist die hochedlen Ohren von Kurfürst Friedrich August I., seinem Hofstaat und der zahlreichen Ausflügler. Wir empfanden es als sehr gute Idee und Reichsgraf von Wackerbarth (Günter THOMAS) und Fürstin Sulkowska (Ina HIRCHE) wurden von der Musici zu gut gesetzten barocken Tanzschritten animiert, was die Zuschauer zusätzlich erfreute und von ihnen mit Händegeklapper quittiert wurde.

Am Hasenberg, dort wo einst das noble Hotel Bellevue gelegen war, legten wir eine Rast ein und genossen die wärmenden Strahlen der Sonne. „Nun lasset Uns zu Unserem kostenlosen Viagra schreiten“ meinte ausgeruhte Majestät und führte uns zu „seinem“ Daumenabdruck im dortigen Geländer. Es soll sich herumgesprochen haben, dass sich Körper- und vor allem die Lendenkraft  August des Starken auf den Mann überträgt, der seinen Daumen in den Abdruck presst. Ganze Busladungen japanischer Männer steuern daher diese Stelle am Hasenberg an… Wir glaubten an diese Mär nicht und suchten eine Stärkung im Gasthaus.

Am Neumarkt von den Touristen bewundert, bahnten wir uns unseren Weg zum „Schälchen Heeßen“  im Augustiner Keller.  Boullion, Tafelspitz u. a. süße Leckereien stärkten uns für den Rückweg zum „Schießhaus“. Es ging auf 18:00 Uhr als wir dort ankamen und im Biergarten erneut auftretenden Kehlen Brand löschten. Ach Christine, was hattest Du doch für eine gute Idee. Dieser sonntägliche Flaniernachmittag war wirklich schön und hat Appetit für weitere derartige Unternehmungen übers Jahr gemacht. Danke an Christine und alle, die sich ihr angeschlossen haben. (Eingestellt am 26.03.12) Text und Fotos: Bernd Schwabe



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