Print This Page

Barockfest in Meuselwitz am 18.09.2011

Herzog Friedrich Heinrich von Seckendorff lädt ein:

 Barockfest an der Orangerie  im >>Seckendorff Park<< zu Meuselwitz – 18.09.2011

 Herrlich Himmlich Höfisch so lautete der Slogan der Veranstalter für dieses erste Barockfest an der wiedererstandenen Orangerie in Meuselwitz. Wir, Siegfried SCHURA und Bernd SCHWABE waren am Sonntag, den 18.09.11 als Abgesandte des TDB vor Ort und erlebten leider, dass sich, zumindest für diesen zweiten Veranstaltungstag, das Motto nicht durchsetzen ließ. Es lag gewiss nicht daran, dass die Veranstalter (Orangerie Meuselwitz – PURSCH GbR und Nostalgie GmbH Gera) keine Ideen gehabt hätten. Am sonnigen Vortag bewiesen sie glatt das Gegenteil, aber dieser Sonntag hatte es in sich, - nämlich viel Regen in den dunklen Wolken die über Meuselwitz zogen und alles mit einem Zuviel an Nässe überschütteten. Herrlich war das keineswegs, zumal dem Hundewetter geschuldet war, dass das Programm gekürzt werden musste und sich darob die Stimmung sehr in Grenzen hielt. Dabei sah es, nach verregnetem Start in Dresden, zunächst nicht ganz so schlecht aus und auf selbstverschuldeten Verfahr – Umwegen war es zumeist trocken. Als wir gegen 10:00 Uhr im Festzelt Platz genommen hatten und der ev. Gottesdienst begann, öffnete Wettergott Petrus seine himmlischen Schleusen über dem Areal des Seckendorff’schen Parks und ließ im wahrsten Sinne des Wortes das Barockfest ins Wasser fallen. Da wir nun mal beim Gottesdienst saßen, wurde auch ein Stoßgebet zu Petrus in die Höhe geschickt und das war nicht unbedingt sehr freundlich. Will uns der Alte noch lange weiter ärgern und seine Regen - Überplanbestände der Vorjahre heuer, auf Teufel komm raus, über uns (der Barockszene) loswerden? Lange Rede kurzer Sinn, nach des Pfarrers Trost hätten wir wohl recht belämmert im Festzelt festgesessen, wenn es nicht die Unterhaltung durch das „Hofkonzert“, auch Regenmusik zu nennen, gegeben hätte. Auch die Vielseitigkeit von Engelbert SIEHLER /Gera fand unsere ungeteilte Aufmerksamkeit und Zustimmung und es war an der Zeit, das Ehepaar SIEHLER näher kennen zu lernen und über die unterschiedlichsten Dinge mit ihm ins Gespräch zu kommen. Für Wirbel sorgten auch die Musketiere des Königs Ludwig des Sonnigen, von denen ein besonders ansehbares Exemplar stete Händel mit dem „Schwarzen Korsaren“ suchte und per Degenstahl seine Meinung unterstrich. Die beiden Darsteller aus Naumburg haben uns sehr imponiert. Gut vom Veranstalter mit Altenburger Muzbraten und Kaffee und Kuchen versorgt, und durch die Musikanten von „La Fantare“ unterhalten, trotzte unsere im Grunde gute Stimmung dem Regen und so konnte der AKB sogar noch etwas zur Hebung der Stimmung tun, auch wenn dies nunmehr nur in mehr oder weniger  eigener Unterhaltung geschah. Dazu begaben sich die Damen und Herren des Barock- und Tanztheaters Dresden aufs Bühnenparkett und gaben mehrere Kostproben ihres Könnens. Auch wenn wir durchs Wetter bedingt kaum die Schönheit des Parks erkunden konnten, der Rasen am Festplatz hatte sich zum Morast verwandelt, möchte man dem geneigten Leser dieser Zeilen einen Besuch der Seckendorff’schen  Orangerie und der Gartenanlage anempfehlen. Da uns jetzt schon von Herrn SIEHLER die Einladung zur Zweitauflage des Barockfestes ausgesprochen wurde, ergibt sich Mitte nächsten Jahres die Gelegenheit zum Besuch dieser barocken Perlen. Bevor wir zur Nachhausefahrt aufbrachen, war es uns ein Bedürfnis, den Machern des Events unseren Dank auszusprechen. Für das schlechte Wetter kann keiner, - zumindest nicht hier auf Erden, aber mein zorniger Blick gen Himmel sollte den Richtigen treffen und ihm sagen, dass wir nächstes Jahr bei unserer Teilnahme hier beim Barockfest in Meuselwitz und bei allen unseren Barockevents 2012 gutes, ja sehr gutes und trockenes Wetter erwarten. Wir sind mittlerweile ausgiebig genug getauft wurden. Für olle Petrus null Punkte, für das Fest ***, denn derartiger Einsatz muss belohnt werden. Wir freuen uns auf künftige Gemeinsamkeiten mit den neu gewonnenen Freunden, - hier, dort, in Dresden oder auch da,- Hauptsache es regiert dabei Freundschaft, gleiche Augenhöhe und Ehrlichkeit. Wir vom TDB stehen dafür und ich denke, da auch für meine Mitstreiter vom Arbeitskreis Dresdner Barock sprechen zu dürfen. Text und Fotos: Bernd Schwabe



Zurück