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Weinfest auf Schloss Proschwitz am 28.08.2011

Im Meißner Land huldigt man dem Saft der Reben

Von Gotha zum Weinfest auf Schloss Proschwitz (Sonntag, den 28.08.2011)

Da haben wir unser Versprechen, dem Schlossherrn auf Proschwitz und Chef des Weingutes in Zadel, seiner Hoheit Dr. Georg Prinz zur LIPPE- WEIßENFELD beim Weinfest etwas barockes Flair beizusteuern, gehalten und unsere Zelte schon am Sonntagmorgen am Friedenstein abgebrochen und es eilten wir (Silvia WEISE, Annett SCHADE, Regina u. Bernd SCHWABE) gen Meißen, wo sich das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands befindet. Wer hätte wohl einst, als der Rebensaft von den Elbhängen noch zu den Raritäten - echter „Bücke dich Ware“ zählte, gedacht, dass sich eine so hohe Weinkultur auch in Sachsen (weiter-)entwickeln würde, sich der Wein aus Meißen und Radebeul zu den hochpreisigen und ungebrochen beliebten Weinen bei den Kennern edler Tropfen entwickeln bzw. erhalten würde und wir als Staffage an einem Weinfest teilnehmen können? Nun waren wir hier. In der Enge des Hofes, dicht mit Reihen von Tischen und Bänken bestückt und mit Ausschankständen versehen, suchten wir eine Umkleidegelegenheit, die uns nach Vorstellung als Dresdner Hofstaat auch sofort im Refektorium des vermeintlichen Schlosses zugewiesen wurde. Dass wir hier, - zumindest örtlich gesehen, falsch waren, klärte sich bald auf und der Hofstaat zog sich, sehr zum Leidwesen der dortigen fröhlichen Zecher, zu seiner Kalesche zurück. Waren wir doch im Weingut von Zadel, - einem Teil der Lippeschen Unternehmung, gelandet, so dass wir uns in unseren Roben recht mühsam in das Gefährt zwängen mussten. Besonders Silvia musste während der 10 Minuten Fahrt zum Schloss Proschwitz arg leiden, da die Beschaffenheit ihrer Robe ein Hinsetzen nicht erlaubte. Sie war wohl am frohesten, am Schloss aus der Hocke gehen zu können. Trotz unserer Irrfahrt waren wir die ersten, die zum Ort unserer Bestimmung fanden. Noch vor Wolfgang PETZOLDT, Christine BARTEL und Siegfried SCHURA, die von Gotha aus erst nach Leipzig gefahren waren um Rudi zuhause abzuliefern, erschienen auf dem Terrain, - gewissermaßen schon als festes Inventar auf Proschwitz, unsere drei Grazien vom AKB Kerstin DANIEL, Petra TREPPTE und Sonja BADENSCHNEIDER, die wir auch schon in Gotha begrüßen konnten, dort aber erst, als das Fest schon ziemlich weit fortgeschritten war. Ein ewig langer und anhaltender Autobahnstau war hierfür verantwortlich. Als wir, vermeintlich, vollzählig waren, erkundeten wir, nachdem wir zu einer Weinprobe eingeladen wurden,  Park und Schloss und ließen uns gern von den Gästen des Weinfestes mit Beschlag belegen. Wir verspürten die Freunde, die wir in unseren Roben verbreiteten. Eine Freude, die wir hatten, als wir unsere Freunde und AKB- Mitstreiter von der Barockbühne Dresden, Ines und Reinhard LAUTERBACH und Martina und Jürgen HERGERT als Überraschungsgäste begrüßen konnten. Diese neue „Vollzähligkeit“ hatte zur Folge, dass das obligate Gruppenfoto umfangreicher wurde. Im Schloss fanden wir geeignete Hintergründe und Rahmen für die „Ablichtung“ von Kurfürstin, Czar, Zwingerbaumeister, Mätressen, Hofsängerin, Hofdame und was sich sonst an Hofschranzen zum Fest des Weines nach Proschwitz verschlagen hatte. Im Laufe des Nachmittags verdichtete sich der Andrang von Weinfreunden und an den Ausschankständen hatte man alle Hände voll zu tun, so wie an diesem Tage überall im Meißner Weinland in den Weingütern, Besenwirtschaften und Hobbywinzereien… Das Schloss derer zur LIPPE gibt einen idealen Rahmen für ein derartiges Fest und die hauseigenen Weine sind den Gourmets edler Tropfen eine echte Gaumenfreude. So wurde dem weinmuffeligen Rezensenten zumindest von den Besuchern mitgeteilt. Was wir in der Adventszeit in winterlicher Starre und im Weiß der Eis- und Schneekristalle vorfanden, präsentierte sich im Grün des späten Sommers mit Blumen in den Kästen und Rabatten und hatte in uns einige zusätzliche Farbtupfer. Als wir uns vom Schloss Proschwitz verabschiedeten, - den Hausherren haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen, wir hoffen aber, dass unser Verzicht auf einen weiteren Tag Barockfest in Gotha von ihm anerkannt wurde, waren wir einhellig der Meinung, ein sehr schönes Wochenende verlebt zu haben, (siehe auch Bericht und Fotos zu Gotha) auch wenn das Meißner Ordnungsamt unserem lieben Wolfgang für 20 Euro ein nettes Portraitfoto geschickt hat. Text und Fotos: Bernd Schwab



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