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Sommerflanieren am 6.08.2011

Ob Alt, ob Jung – Flanieren mit viel Sommersonnenschwung (6.08.2011)

Es war wieder einmal so weit, dass sich die Mitstreiter des Arbeitskreises Barock in Sachsen zu ihrem Stammtisch im Historischen Gasthaus „Zum Schießhaus“ treffen und anschließend flanieren wollten. Bei Anwesenheit von 21 AKB- Freundinnen- und Freunden, konnte der Präsident Wolfgang PETZOLDT gegen 10:00 Uhr die Versammlung eröffnen. Er begrüßte als neue Mitstreiterin Renate AL ATRASH vom TDB und machte bekannt, dass der Darsteller des Kronprinzen Friedrich von Preußen, Freund Steffen LEU dem Arbeitskreis beigetreten ist. Leider hielt ihn das schlechte Wetter im Brandenburgischen gefangen, - wäre er zu uns gestoßen, hätte er beim Flanieren unter der Hitze sächsischer Sonne stöhnen können. Auch andere Majestäten hielten sich fern, so dass Werner POHLE die Ehre des Kurhauses Wettin als August der Starke hochzuhalten hatte. Während Wolfgang in der trockenen Gemütlichkeit des Gasthauses einen Rückblick auf die AKB- Veranstaltungen der letzten Monate gab, wurde draußen vom Wettergott anschaulich dargelegt, was seine Sommerwolken an Nässe zu bieten haben. Dieses feuchte Wetter der letzten Tage machte auch einem Ereignis zu schaffen, welches auch Gegenstand unserer Beratung war. Die Zwingerfestspiele mit dem Stück „Die Mätresse des Königs“ gaben Anlass zu großem Lob der schauspielerischen Leistungen der Akteure (hier wurde besonders positiv Dirk BACH hervorgehoben) und zu kritischen Worten zum Stoff des Stückes. Was ein Teil der AKB-Mitstreiter während der öffentlichen Generalprobe (Presse- Voraufführung) am 2.08.2011 erlebten, hatte gar nicht viel mit dem zu tun, was wir tun und wollen. Trotzdem konstatierten wir, das eine feste Instanz „Zwingerfestspiele“ der Stadt Dresden gut zu Gesicht stehen würde, - künftig vielleicht mehr barockig und ohne, dass der Kurfürst/ König August zum Sex- Fress- Kriegs- und Sauf-Monster stilisiert wird. Frd. PETZHOLDT gab danach einen Ausblick zu dem, was der AKB in diesem Jahr noch vorhat. Dazu konnte Frd. Rudolf FRITZSCHE noch einige erfreuliche Punkte beisteuern. Er hat Beziehungen zum Schlossverein Leuben (Gemeinde bei Oschatz) angeknüpft, der an einer Zusammenarbeit mit und im AKB interessiert ist. Rudi informierte über weitere lokale Schlossgemeinschaften, die für uns von Interesse sein könnten. Seinen Ausführungen wurde angefügt, dass die Teilnehmer aus dem AKB am diesjährigen Stadtfest in Glauchau und im Vorfeld dessen auch Frd. PETZOLDT mit dem Verein „Schönburgische Schlosscompagnie zu Glauchau“ in Verbindung getreten sind. Uns wird von dort signalisiert, dass großes Interesse an einer Zusammenarbeit besteht. Gern hätten die dortigen Freunde schon heute mit uns flaniert, aber durch die Vorbereitung einer anderen Veranstaltung war es den Glauchauern diesmal noch nicht möglich. Nach Abhandlung dieser Termine ergriff die TDB-Vorsitzende Silvia WEISE das Wort und informierte zum Stand unseres noch anstehenden wichtigsten AKB-Ereignisses der „Barockrundschau“ im Coselpalais. In Absprache mit dem Vermieter wird unsere Messe nun am Samstag, den 12. November 2011 in der Zeit von 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr im Dresdner Piano Salon Kirsten im Coselpalais stattfinden. Mit den organisatorischen Vorarbeiten sind Frdn. WEISE und Frd. S. SCHURA befasst.

Bevor Frd. PETZOLDT den offiziellen Teil der Beratung schloss, lud er zum nächsten Stammtisch am Samstag, den 05.11.2011 an gleichen Ort zu gleicher Zeit ein. Inzwischen waren mit einem jungen Ehepaar, Annett SCHADE und Thomas NITSCHKE, welches uns schon in Dessau angesprochen und ihr Interesse an einer Mitarbeit im TDB/ AKB bekundet hatte, zwei neue Barockenthusiasten, edel gewandet, eingetroffen und ziemlich traurig, denn der Blick zum Himmel konnte nicht verheißen, dass es noch zum Flanieren kommen könnte. Es goss in Strömen. Aber man sollte die Hoffnung nie aufgeben. Nach ausgiebigem Mittagsmahl war der Blick zum Himmel schon optimistischer. Bis der letzte Reifrock und die letzte Allongeperücke gerichtet waren, hatte Petrus ein Einsehen und präsentierte den schönsten blauen Himmel. Unser Flaniergang war gerettet, auch wenn die Transpiration nicht eben gering war. Trotz dieser Widrigkeit genossen unsere drei Flanierneulinge den Gang durch die barocke Vergangenheit und fühlten sich bei uns gut aufgenommen. Richtig schön, ja niedlich wurde es, als sich im Zwinger bzw. am Theaterplatz zu uns Alten, die jüngsten Barockfans des AKB dazugesellten. Damit war uns noch größere Aufmerksamkeit gewiss. Es war wiederum schwer voranzukommen und es gab mehr Fotografierpausen als zusammenhängende Schritte… Irgendwer muss ja den Touristen zeigen, wie das Barock in Dresden aussah und aussieht…. Wie üblich ging es zur Treppe der Tageszeiten an der Brühlschen Terrasse, wo es den nächsten Fotostopp gab, um dann weiter zum Hasenberg und von dort zur Frauenkirche zu gehen. Wie viele hundertmal klickten bis dahin die Fotoapparate? Hier an unserer Steinernen Glocke verloren wir unsere Prinzesschen aus den Augen und uns stand nach einem kühlen Trank der Sinn. Der Wettergott glaubte wohl, nach den Regenmassen der letzten Tage, etwas wieder gut machen zu müssen und das war des Guten fast zu viel. So schleppten wir uns in der sechsten Stunde am Zwinger vorbei und waren ganz froh, wieder am Ausgangspunkt unseres Exkurses in die barocke Vergangenheit, dem „Schießhaus“ angekommen zu sein. Wie sagte doch unser Freund Rudi aus Leipzig: „Das heutige Flanieren war wieder sehr schön, - so richtig Medizin für die Seele!“ In dem Sinne freuen wir uns schon auf das nächste gemeinsame Flanieren am Samstag, den 5. November. Bleibt zu hoffen, dass dann das Wetter wieder flaniergerecht ist. Unsere neuen Freunde Annett und Thomas waren so begeistert, dass sie schon Stunden nach unserem Flanierausflug anriefen um die nächsten Termine zu erfahren. Was will man mehr?***   Text und Fotos: Bernd Schwabe



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