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Sonderschau zum Postwesen im Stadtmuseum Stolpen am 7.02.2011

Besuch im Stadtmuseum Stolpen: Eröffnung einer Sonderausstellung zum regionalen Postwesen

In anderer Angelegenheit am Telefon, machte uns unser Freund Bernd SCHALLER darauf aufmerksam, dass  im Stolpener Stadtmuseum am 7. Februar 14:00 Uhr die Eröffnung einer Ausstellung erfolgen wird, die er mit Hilfe von Jugendlichen, die in einer Museums- IG mittun, aufgebaut hat. Da darin die Zeit August des Starken, seines Sohns bis hin zum ersten sächsischen König beleuchtet wird, war klar, dass wir dabei sein müssen. Ein Rundspruch brachte auf die Schnelle fünf Freunde zusammen und so ging es hin zur geschichtsträchtigen Stadt Stolpen und sein vorbildliches Stadtmuseum. Es befindet sich im ehemaligen Amtsgericht, welches Ende des 17. Jh. einen größeren Umbau erfuhr, aber auch noch ältere Bausubstanz innehat. Das Museum informiert über das historische Wirtschaftsleben von Stadt und Region, aber auch über das Schul, - Verkehrs, - und Vereinswesen. Nun kommt noch eine aussagekräftige Exposition über das regionale Postwesen und schlechthin über das Postwesen in Kursachsen seit Adam Friedrich Zürner dazu. Dass dieser beträchtliche museale Zugewinn möglich wurde, ist, so meinen wir, zum nicht unerheblichen Teil dem Einsatz vom ehrenamtlichen Museumsmitarbeiter Bernd SCHALLER und seiner Arbeitsgemeinschaft „Gelebtes Museum“ an einer Stolpener Schule zu danken. Auch die Stifter wertvollen Dokumentationsmaterials, örtliche Heimatforscher und das Militärhistorische Museum Dresden mit seinen Leihgaben, haben erheblich dazu beigetragen, dass diese beeindruckende Schau am 7.02.2011 ihre Pforten öffnen konnte. So wie Bernd nicht unbedingt mit dem Besuch seiner Dresdner Historienfreunde gerechnet hatte, so war er auch über den starken Besucherandrang zur Eröffnung überrascht. Der Ausstellungsraum konnte nicht alle Interessenten gleichzeitig fassen. Gefehlt hat eigentlich nur der Direktor der Schule, die diese engagierten Kinder- und Jugendlichen hervorgebracht hat, die mit Bernd SCHALLER an den verbliebenen Resten postgeschichtlicher Vergangenheit waren, vermessen haben, fotografierten und dokumentierten und viel Ausstellungsmaterial zusammentrugen und mit berechtigtem Stolz die Ausstellung, in Persona einer königlich- sächsischen „Postillonin“, mit eröffneten. Nach dem mit Wasser und Fruchtsaft auf den Erfolg der Schau angestoßen wurde, gab Bernd SCHALLER einen kurzen geschichtlichen Abriss zur Sächsischen Post unter den Kurfürsten und Königen, sowie zum Entstehen dieser Sonderausstellung. Dabei würdigte er, neben den Sponsoren und Stiftern, besonders seine Schülerinnen und Schüler. Es gibt halt doch noch Kinder und Jugendliche mit weitem Horizont, was man heutzutage manchmal kaum noch glauben möchte! Was uns und besonders den Initiator des Unternehmens, Bernd SCHALLER, so angenehm berührt hat, ist, dass es Besucher gab, die Bildmaterial und andere Dokumente mitgebracht haben und so das dort Dargestellte noch untermauerten. Bleibt zu hoffen, dass daraus Leihgaben werden oder zumindest die Möglichkeit des Kopierens eingeräumt wird…  Nach dem Rundgang in der Ausstellung zur Postgeschichte lohnte auch noch ein Blick in die anderen Museumsräume. Hier sind uns besonders das Original- Schriftstück August II., eine Dokumentation zum Apothekenwesen in Stolpen und das Modell der Burganlage ins Auge gefallen. Bernd gab uns manchen Hinweis dazu, wurde aber dann weggerufen, denn in der Postschau harrten neue Besucher auf erklärende Worte… Das schon am ersten Tage wahrgenommene starke Interesse lässt uns nicht zweifeln, dass auch diese Sonderausstellung Erfolg und viele Besucher haben wird. Ein Besuch des Stadtmuseums Stolpen ist immer ein Gewinn, vor allem dann, wenn es eine fachkundige Führung, so wie die durch unseren Freund Bernd SCHALLER, gibt. Das Museum ist Montag bis Freitag (außer Mittwochs) von 10:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr, sowie Mittwoch, Samstag und Sonntag von 13:30 bis 16:00 Uhr geöffnet. Das einladende Haus findet sich am Stolpener Markt 26. Wessen Entdeckertrieb danach noch immer nicht gestillt ist, der steige den Burgberg hinan und besuche die ehrenwerte „Burggräfin“ von Cosel in ihrem Turm…  Text und Fotos: Bernd Schwabe



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