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Jahresrückblick 2010 am 8.01.2011

JAHRESRÜCKBLICK für das Jahr 2010 am Samstag, den 8. Januar 2011 im „Zeitgeist“

Es ist nunmehr schon Tradition, dass unser Verein zu Beginn des neuen Jahres einen Rückblick über die von ihm wahrgenommenen oder gar selbst ausgerichteten Veranstaltungen gibt. Dass diese öffentlich sind, versteht sich von selbst. Bewährter Gastgeber ist uns die Gaststätte „Zeitgeist“ im Haus der Begegnungen in Dresden- Trachenberge. Nach Rezeptvorschlägen unserer Vorsitzenden Silvia WEISE, bietet uns die Küche des Hauses, zu unserer Veranstaltung Gerichte nach Originalrezepten aus „unserer“ Zeit im 18. Jahrhundert an. Auch die heuer teilnehmenden Besucher haben diesen besonderen Service des Wirts gern und zahlreich angenommen. Doch ehe es dazu kam, warteten wir TDB’er auf unsere Gäste. Zuerst trafen unsere Freundinnen der IG „Barock 1690“ Kerstin DANIEL und Sonja BADENSCHNEIDER ein, - toll in Jahrhundertwenderobe gewandet. Die Dritte im Bunde, Petra TREPPTE fehlte und wir gaben ihren Freundinnen beste Genesungswünsche mit auf den Weg. Auch der Darsteller August des Starken Tilo MEIßNER und unser Leipziger Freund Rudolf FRITZSCHE, der den Prinzregenten Philipp von Orleans gibt, fehlten wegen Krankheit. Auch ihnen galten unsere besten Wünsche. Als Gast der Familie SCHWABE war unser langjähriger Freund Steffen LEU, in der Darstellung des preußischen Kronprinzen Friedrich, schon anwesend und begrüßte die ankommenden Gäste. Dass er dabei auch unserem „Überraschungsgast“ Friedrich II. von Preußen, dargestellt von Gerd JACOB die Hand zu schütteln hatte, war eine dieser Novitäten, die halt in unserer Szene möglich sind, - juveniler und adulter Fritz zur gleichen Zeit am gleichen Ort…, aber das kennen wir ja schon von anderen Gelegenheiten her. Eine feurige „Csardasfürstin“ (Veneta LORENZ) konnte daher von zwei Großen Friedrichs Handküsse entgegen nehmen. Als letzte Eintreffende der Schar unserer Gäste begrüßten wir, traditionsgemäß unsere Grafenpaar Bose (Christine BARTEL und Wolfgang PETZOLDT), und so konnte der Jahresrückblick beginnen. Silvia WEISE hatte sich wieder viel Arbeit gemacht und konnte eine sehenswerte Beamer- Präsentation vorführen und kommentieren. Im Nachhinein konnten wir TDB’er und unsere Gäste konstatieren, dass besonders der Terminkalender 2010 sehr voll gepackt gewesen ist. Wenn der Trend so anhält, werden wir künftig nicht jeden Event besuchen können, zu dem wir eingeladen werden. Bei der Fülle von Bildern war eine Pause unumgänglich. Einige Qualmer nutzten sie für ihr gesundheitsschädliches Hobby, andere Plauschten miteinander um sich näher kennen zu lernen oder noch das Eine oder Andere von den 2010’er Veranstaltungen zu erfahren. Nach Teil 2 des Vortrages, konnte der Schankwirt das Essen auftragen. Die viele Biwakerei hatte mächtig Appetit und Kohldampf erzeugt. So taten wir uns denn an folgenden Gaumenfreuden gütlich:

Menü: Potage von jungen und alten Hühnern auf Weizensemmel (eine gar köstliche Suppe),

gefolgt von Fleisch vom Rind mit gedünstetem Kohlrabi in Pastinackenmus und Salat, oder

Gebratene Hühnerbrust mit Mandel- Meerrettich dazu Carsiol mit Frikassee- Sauce, abschließend mit Kräpfchen von Eingemachtem mit Kirsch- Apfel- Sauce als Kompott.

Es war in der Tat wieder sehr lecker, was da aufgetafelt wurde. Ein jeder hat zugeschlagen und man war hinterher wie genudelt!

In netter Runde zusammensitzend, wurden Pläne für das neue Jahr geschmiedet, Fragen aller Art beantwortet und geklönt… Gern haben wir Gerd JACOB das Wort gegeben und erfuhren, wie es kam, dass er (als Sachse) in die Rolle Friedrich II. schlüpfte und wie er diese Rolle mit Leben auszufüllen versucht, - sei es durch Lesungen, oder durch Darstellung des Alten Fritzen bei Events, wie z.B. bei der Veranstaltung anlässlich der „Schlacht bei Maxen“, immer aber, wie Frd. JACOB betonte, in Absprache mit Rolf ZAHREN, dem wohl in unserer Szene der Barockdarsteller bekanntesten Verkörperer Friedrich II. Durch seinen Besuch bei uns und dem Austausch von Gedanken, Erfahrungen, war es uns als TDB und ihm möglich, uns gegenseitig von einer Seite zu betrachten, die nicht nur wohlwollend, sondern auch freundschaftlich ist. Wenn Gerd JACOB nun bei uns Mitglied wurde (herzlich willkommen), dann manifestiert sich  das. Auch wenn wir bei einer längst vergessenen anderen Gelegenheit unterschiedlicher Standpunkte waren, ist das kein Grund, um heute nicht in Freundschaft zu verkehren und am gleichen Strang zu ziehen. Genau das sagt auch die Willenserklärung des AKB aus. Gern nahmen wir auch die Grußbotschaft der verhinderten Vorsitzenden eines Schwestervereins, Frau Regina SCHWITTAY entgegen und haben uns mit dem angehangenen perlenden Zusatz, bei unserer Jahresmitgliederversammlung zugeprostet. Zugeprostet haben wir uns auch, als uns, während unserer 2011’er Eröffnungsveranstaltung, der Kämmerer im Auftrage unseres Freundes Steffen LEU dazu aufforderte, anlässlich dessen schon etwas zurückliegenden Geburtstages, mit ihm anzustoßen. Wir haben das gern getan, zumal es uns freute, dass er wieder einmal seine Freie Scholle Richtung Sachsenland verließ und diesmal den TDB zum Ziel hatte. Die Wege in Sachsen sind offenbar länger, sonst hätten wir vielleicht noch den einen oder anderen heimischen Historiendarsteller mehr bei unserer Jahresrückschau begrüßen können, - um gemeinsam in eine gemeinsame Zukunft blicken zu können. Doch die Scheu ist uns nicht neu.

Wenn wir resümieren, und da können wir uns ganz auf die Einschätzung unserer zahlreichen Gäste stützen, war auch diese Veranstaltung zum Jahresrückblick  2010 ein Erfolg für den TDB und die Gemeinschaft der zusammenarbeitenden Historienfreunde der Region. Allen, die unserer Einladung folgten, der Gaststätte „Zeitgeist“ und dem H.d.B. für die Bewirtung und Bereitstellung des Veranstaltungsraumes, unseren Ehrengästen Steffen LEU und Gerd JACOB (mit Gattin) für ihr Kommen, den Mitgliedern des TDB für ihr Mittun übers Jahr und die bewiesene Vereinstreue und insbesondere unserer Vereinsvorsitzenden (am 15.01.11 wieder gewählt) Silvia WEISE für ihren Einsatz zum Wohle unseres TDB und den dargebotenen Beamer- Vortrag, möchte ich meinen persönlichen Dank aussprechen. Zudem hier noch ein herzliches Willkommen für Rudolf FRITZSCHE aus Leipzig, der neben Gerd JACOB aus Maxen künftig unsere Reihen als Mitglied verstärken wird.

Text und Fotos: Bernd Schwabe -  Foto Nr.: 26, 28, 34 Frank Weise



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