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10.Gothaer Schlossfest auf Friedenstein, 28. bis 29.08.2010

Auf dem Friedenstein wird gefeiert – ein Barockfest der Extraklasse

 

Auch heuer gab es in Gotha auf Schloss Friedenstein ein Barockevent, wo der Besuch lohnte. Wir waren im letzten Jahr mehrheitlich Neulinge bei dieser Veranstaltung und es gefiel uns damals ausnehmend gut. Zumal, da dort soeben ein neues Herzogspaar geboren wart, welches aus Dresden importiert wurde, und da sollte man schon Verbundenheit demonstrieren. Heuer war das nicht anders und so waren wir, Silvia und Frank WEISE, Siegfried SCHURA und Regina und Bernd SCHWABE bereits am Freitagnachmittag in unserer Ferienwohnung eingetroffen. In der nahen Nachbarschaft quartierten sich zur gleichen Zeit die „Bosens“ Christine BARTEL und Wolfgang PETZOLDT ein. Wir hatten einen so vergnüglichen gemeinsamen Abend, dass es uns nicht mehr in das nasskalte Freie zog. Zu später Stunde erhielten wir unerwarteten Besuch vom Rotkäppchen und dem Großvater Wolf… aber da hatten wir dem köstlichen Lavendellikör der Gräfin Königsmarck, gemixt nach Originalrezept aus dem 18.Jh., schon kräftig zugesprochen. Der Samstagmorgen weckte uns, ganz unerwartet mit heiterem Wetter und so zog es uns beizeiten den Schlossberg hinan. Von den Kanonieren lautstark begrüßt, zogen wir in den Schlosshof ein. Nach ausgiebiger Begrüßungszeremonie machten wir einen Rundgang, der uns im Ekhof- Theater landen sah. Hier erlebten wir „Liebschaften und Rivalitäten“ eine getanzte Geschichte um Liebe und Ablehnung. Mit dem Ensemble >>Astre Eternel<< sahen wir eine herausragende Truppe, die uns faszinierte. Später trafen wir die Akteure auf dem Schlosshof und erfuhren, dass es eine deutsch- französische Darstellertruppe ist. Es war uns eine Ehre, dass die Künstler für uns und mit uns posierten, aber was nutzte das, wenn am Abend alle Fotos von der Chipkarte ungewollt gelöscht werden. Damit waren diese und alle ca. 600 weiteren an diesem Samstag gemachten Fotos verloren. Schade, sehr schade. Im Ekhof-Theater erlebten wir weitere Freuden, denn mit einem Ensemble der Gruppe >>Potsdamer Rokoko<< sahen wir die dreiteilige „Plauderei vom Preußischen Hof“ unter dem Haupttitel: „Ein jeder nach seiner Fasson“. Uns ist nicht aufgefallen, dass es sich bei den beiden Hauptakteuren um Laiendarsteller handelt. Wir hätten sie glatt als gelernte Schauspieler durchgehen lassen. Diese Darbietung war uns sehr vergnüglich, und unser Händegeklapper kam vom Herzen. Am Sonntag erlebten wir auch noch Händelarien, gesungen von Victoria KNOBLOCH. Weitere künstlerische Darbietungen gab es während des gesamten Wochenendes in der Schlosskirche und dem Großen Schlosssaal, - wir erfreuten uns u. a. an den Tanzvorführungen der Tanzgruppe >>Potsdamer Rokoko<< und den Konzerten der Gruppe >>Le Fantare“ aus Gera, womit dem Barockfest ein hoher kultureller Anspruch und Gehalt gegeben wurde. Das Rahmenprogramm war für uns das Drumherum um das Herzogspaar, mit Generalaudienz des Herzogs Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg (Uwe MÜLLER) und seiner Gemahlin der Herzogin Louise Dorothea (Annett JAHN) mit ellenlanger Aufzählung der örtlichen Hofschranzen, - mit der Ausfahrt, wo selbst Stempelschneider und Mundschenk in die Kutschen verfrachtet wurden, aber u. a. solche hohen Adelsleute wie Friedrich der Große (ADULT – Gerd JACOB) oder der französische Prinzregent Philipp von Orleans (Rudolf FRITZSCHE) zurück bleiben mussten, -  ansehenswert war es trotzdem allemal. Leider passierte unserer werten Hofsängerin bei nächtlicher Karussellfahrt ein Missgeschick, sodass sie am Sonntag nicht mehr am Fest teilnehmen konnte, und wodurch wir eher wieder Richtung Heimat durchstarteten, als es ursprünglich geplant war. Bleibt die Erinnerung an nette Begegnungen mit dem englischen König Georg II. (Steffan MARKGRAF) oder dem König Jeròme Bonaparte von Westfalen   (Mattheu CARRIERE), oder mit dem Grafen von Tettau (Renè FRÖHLICH) und der Baroness von Crossant (Sibylle FRÖHLICH), oder der hilfreichen "Kavalierin", die durch Handauflegen unserer Baronessa den Schmerz aus dem geknickten Knie zog, nicht zu vergessen die Mutter Oberin - letzte Nonne aus Ansbach (Evelyn GÜNTHER) und vielen weiteren netten Mitmenschen. Als wir am Sonntagnachmittag in unsere Chaisen stiegen, konnten wir konstatieren, dass auch dieses Barockfest auf Schloss Friedenstein wieder sehr besuchenswert war. Also dann, bis zum nächsten Jahr, wenn über Gotha wieder die Fanfaren und Schüsse der Kanonen verkünden, dass dort auf dem Berg eine große Sache am Laufen ist. Bis dahin.

Text und Fotos: Bernd Schwabe (Fotos konnten dank der freundlichen Hilfe durch Gerd Both/ Gotha-Siebleben  ergänzt werden. Er hat auch eine wunderbare DVD zum Barockfest erstellt. Kontakt unter: computergrafik-both@online.de) Weitere Fotos stellte uns als Nachlese Frau Steffi Zimmermann aus Lemnitz zur Verfügung. 

 

Hier nun einige bewegte Bilder aus Gotha - 10. Barockfest in Gotha

 



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