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AK- Flanieren am 26.06.2010

Sommerliches Flanieren der Freunde des AK >Barock in Sachsen<am 26.06.2010
Erneut trafen wir uns an diesem Samstagmorgen, um in der historischen Gaststätte "Zum Schießhaus" unser 2. Stammtischtreffen abzuhalten und anschließend zum Flanieren zu gehen. Pünktlich 10:00 Uhr eröffnete der Leiter unseres AK Freund Wolfgang PETZOLDT, der nach dem mehrheitlichen Willen der AK- Freundinnen- und Freunde künftig als Präsident anzusprechen ist, die Versammlung. Zunächst ging es um dass, was im AK, und durch ihn, in letzter Zeit geleistet wurde. Es folgte ein Abgleich von Terminen, die wir während des laufenden Jahres noch wahrnehmen wollen und von solchen, wo wir eine Teilnahme entschieden ablehnen. Kurz wurde angerissen, was es in der Dresdner Barockszene, Gott lob weitab vom Arbeitskreis und seinen Mitstreitern, wieder einmal für Turbulenzen gibt. Die Anwesenden waren einhellig der Meinung, dass es nun wirklich langsam reicht, - zumal man außerhalb Dresdens kaum einschätzen kann, wer hier der Szene schadet, so dass wir alle insgesamt in Verruf kommen (könnten).Daher wurde auch eingehend diskutiert, wie die Medienpräsenz unseres AK verbessert werden kann, was der Imagepflege der Barockszene insgesamt und unseres AK im Speziellen dienlich sein sollte. Im Zusammenhang mit der Presse, verlas W. PETZOLDT eine Leserzuschrift an die „Sächsische Zeitung", worin auf die geplante Freudenfeier anlässlich der 250. Wiederkehr der Beschießung Dresdens durch Preußisches Militär eingegangen wird. Des Weiteren legte der AK- Präsident eine überarbeitete Fassung unserer Grundsatzthesen vor. Als Willenserklärung der sächsischen Barockfreunde im AK soll sie das künftige Arbeiten unseres Zusammenschlusses bestimmen. Nach reichlichem Mittagsmahl aus guter Küche unserer gastgebenden Restaurants „Zum Schießhaus" machten sich dann gegen 13:30 Uhr  17 hochedle Herrschaften auf den Weg zu den barocken Glanzpunkten unserer Stadt. Erstmals sahen wir nun auch unsere Freunde der „Barockbühne Dresden" in historischer Robe. Besonders augenfällig war die Authentizität des russischen Zaren Peter des Großen (dargestellt durch Reinhard LAUTERBACH),- hier glaubt man wirklich an den leibhaftigen Gegenüber, was mir beim Bildhauer des Zwingers, Meister Balthasar Permoser (treffend verkörpert durch Jürgen HERGERT) ebenso erging. Nun können wir alle auch darauf gespannt sein, wie uns unser neuer Mitstreiter Alexander HÜBNER beim nächsten Flanieren in Verkörperung des Adelsmannes Frh. Calverus von Keilbein gegenübertreten wird. Heuer war er noch in Räuberzivil bei unserem Treffen, da er beim Elbhangfest involviert war, dort auch dringest wieder hin musste, sich es aber nicht nehmen lassen wollte, der Einladung zum AK- Stammtisch Folge zu leisten. Alex hat verlauten lassen, dass es ihm bei uns mit unserer offenen freundlichen Art gefallen hat und daher können wir künftig mit ihm rechnen. Das ist sehr schön, zumal wir die Sympathie nur erwidern konnten. Es entwickelt sich halt... Durch das Elbhangfest war uns auch unser werter Graf von Friesen abhanden gekommen, der sich dort zum Mond machen ließ, um im Lichtschein der Sonne zu leuchten. Wir hoffen, dass diese Darstellung im Festumzug Anklang bei den Besuchern gefunden hat, auch wenn man kurz nach dem Doppelpack an Augustus Rex im Festumzug integriert war. Hofnarr Frö(h)lich (Andreas HÖFGEN) hat dazu (zu dem doppelten August) wohl passende Worte gefunden. (Hoffentlich werden demnächst nicht alle ca. 10 Auguste Dresdens mitgeschleppt!) Der erste am Wege liegende barocke Glanzpunkt, Ausstellung über August den Starken, links liegen lassend, war das Kronentor, wo uns die ersten Paperazzi mit gezückter Knipskamera erwarteten. Der Zwinger kam uns zunächst etwas Menschenverlassen vor, aber mit unserem Auftauchen änderte sich das und wir wurden wiederum zum beliebten Fotoobjekt, was sich bis zur Brühlschen Terrasse und dem Neumarkt so fortsetzte. Unterwegs trafen wir Kerstin, Petra und Sonja, die ihren Besuch aus Sibirien, - mehrere Hände voll Schulkinder, in diversen Museen untergebracht hatten. Am Neumarkt, so wurde abgesprochen, erwarteten wir die russischen Freunde. Es zog sich, aber dann tauchten sie doch noch mit ihrer Lehrerin und ihren deutschen „Patentanten" auf. Wer wollte den jungen Leuten verdenken, dass nach dem reichlichen Genuss von Museen und anderen Sehenswürdigkeiten, - was zweifellos sehr schlauchend ist, die Begeisterung an uns Robenträgern sehr gedämpft war. Lediglich ein kleiner Kasache, oder Kirgise oder Usbeke, kam auf uns zu und erfreute uns mit seinem Können, dem Kehlgesang. Das war für unsere mitteleuropäischen Ohren sehr ungewohnt, aber unseren Beifall wert. Nach Verschnaufpause im Kaffeegarten des „Pulverturm" ging es wieder zurück zum Zwinger und zum „Schießhaus". Hier beschlossen wir einen schönen, wenn auch sehr heißen Tag mit vielen neuen Eindrücken. Text und Fotos: Bernd Schwabe

 



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