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Westerburg 4.-6.06.2010

11.Westerburger Kultursommer - Historische Zeitreise vom 4. bis 6. Juni 2010

Der Dresdner Hofstaat schlug seine Zelte im Schlosspark auf und feierte mit Freunden.

Uns hatte es im letzten Jahr so gut auf der Westerburg gefallen, dass wir den Weg zur ältesten deutschen noch erhaltenen Wasserburg nicht scheuten und ein Teil der 2010'er Zeitreise sein wollten.
Wir reisten schon am Freitagnachmittag an und trafen schon auf gute Freunde aus NRW und Warburg. Mit viel Hallo begrüßten sich alte Freunde und streiften damit den Mottengeruch winterlicher Event- Ruhepause ab. In Herzlichkeit traten uns Rolf, Rita, Norbert, Matthias, Dagmar und Wolfgang, die Militärs aus Warburg, unsere Hunnen- Freunde und andere alte Bekannte entgegen, - auch die Schöppenstedter begrüßten uns mit viel Freude und erkundigten sich nach dem Starken August, den wir wegen seiner Krankheit und der Zickigkeit seiner Pretzscherin in Dresden zurücklassen mussten.
Uns erwartete im Areal der Westerburg ein dreitägiger Event mit vielen Höhepunkten. Die Pikeure und Musketenschützen gaben Kostproben ihres Könnens, die Preußen des Alten Fritzen verteidigten erfolgreich die Westerburg vor dem Einfall Mordbrennender Landsknechte, - rundum, die Luft war von Pulverdampf geschwängert, ebenso vom Exerziergebrüll der preußischen Unteroffiziere, der Soldatenwerber, der Akteure des Marktgerichts und dem Klange mittelalterlicher Dudelsackmusik, dem Trommelwirbel und Fanfarenschall Dreißigjähriger Krieger, sowie den Kampfesrufen Attilas und seiner Horde. Hingegen verströmte die Vornehmheit preußischen, sächsischen, englischen und französischen Adels das gewisse Flair gesitteten Hoflebens, auch wenn einer der französischen Kavaliere seine Schwierigkeiten mit der Ausnüchterung hatte. Die Edeldamen erquickten sich beim Kartenspiele und die hochgeborenen Adelsmänner ergingen sich im Gerstensafte. Der König und Kurfürst von Brandenburg- Preußen Friedrich II. (Rolf ZAHREN) hatte die Aufgabe, den Schlossherren Hartmut LERCHE, den er zuvor mit einer Baronie belehnt hatte, als Premierleutnant in sein Offizierscorps aufzunehmen und den Schwarzen Adler Orden an die Brust zu heften. Dieser Vorgang war Anlass genug, dass den anwesenden Mitgliedern der bedeutendsten europäischen Höfe, aber auch dem zahlreichen Soldatenvolk, über dem Zapfenstreich hinaus, Keller und Küche des Hauses mit kulinarischen Köstlichkeiten und süffigem aus Fass und Flasche kredenzt wurde. Der Schlossherr und frischgebackene Leutnant Freiherr von Lerche selbst, war in so großer und ungezügelter Feierlaune, dass er anderentags bis in die Mittagsstunden vermisst wurde. Reges Markttreiben und das Leben im Landsknechtlager sorgten für Kurzweil der Besucher dieses Zeitreise- Festes. Die Bewohner des Biwaks verbrachten gute Zeit miteinander und die flüssigen Kirschen aus Dessau und Dresden kitzelten die Schluckknorpel und sorgten für ausgelassene Stimmung. Als Leutnant LERCHE wieder unter den Lebenden weilte, konnte man ihm nur mit viel Dank bescheinigen, dass auch heuer das Kommen auf die Westerburg ein großer Gewinnst für uns alle war. Freuen wir uns schon jetzt auf die Zeitreise im Juni 2011. Fotos und Text: Bernd Schwabe

 



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